Italienaustausch 2014: Ein voller Erfolg - un grande successo

Vom 25.03.14 bis zum 01.04.14 waren wir, 21 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des RGW, zu Besuch in unserer Partnerschule, dem liceo E.Medi in Villafranca di Verona. Wir waren dort bei unseren italienischen Partnern in den Familien untergebracht, stellten unsere Italienischkenntnisse unter Beweis und genossen die italienische Gastfreundschaft.

 

 

In der AulaAm Dienstag trafen wir uns mit unseren Lehrerinnen Frau Jurkowitsch und Frau Legge um 10 Uhr am Bahnhof in Würzburg und fuhren nach Italien. Nach einer langen, anstrengenden, aber auch sehr lustigen Zugfahrt über München und den Brenner kamen wir abends am Bahnhof von Verona an. Dort wurden wir von unseren Austauschschülern und ihren Familien empfangen. Auch Frau Costa, bei der die Italiener seit 6 Jahren Deutsch lernen, war dabei. Nach der Begrüßung fuhr jeder zu seiner Tauschfamile nach Hause.

 

CastelloVor dem Castello

Am Mittwochmorgen wurden wir vom Direktor der Schule herzlich begrüßt. Danach lernten wir uns durch kleine Willkommensspiele besser kennen, bevor uns in kleinen Gruppen die Schule gezeigt wurde. Nach einer kurzen Stärkung, die von den Italienern in ihrem Klassenzimmer zubereitet wurde, ging es in die Innenstadt von Villafranca. Dort wurden wir von unseren Partnern durch die Stadt geführt, wobei wir viele Sehenswürdigkeiten, unter anderem auch Villafrancas älteste Bar, den Dom und das Castello, besichtigten. Nachdem wir uns alle wieder zusammengefunden hatten, durfte jeder nach Hause fahren. Am späten Nachmittag trafen wir uns dann in kleinen Grüppchen und ließen den Tag in verschiedenen Cafés ausklingen.

Am Donnerstag machten wir etwas Besonderes! Die gesamte Klasse besuchte mit den Lehrern eine Tortellini-Fabrik, wo wir diese sogar selbst herstellen durften. Nachdem wir alle vom Arbeiten ganz erschöpft waren, konnten wir unser Ergebnis auch probieren. Das war die beste Pasta, die wir jemals gegessen haben. Zur Mittagszeit fuhren wir satt und gestärkt zur Schule zurück, von wo dann jeder nach Hause „entlassen“ wurde. Am Nachmittag trafen wir uns dann ohne Lehrer in einem kleinen Ort namens Borghetto di Valeggio sul Mincio in der Nähe von Villafranca, um erst einen fantastischen Blick über die Gegend von einer Ruine aus und dann im Ort ein Eis zu genießen. Ausklingen ließen wir den Tag diesmal in einem kleinen Park.

Am Freitag war Schule angesagt. Schon total gespannt ging jeder in die Klasse, die er zugeteilt bekommen hatte. Da wir sehr viele Deutsche waren, wurden wir auf mehrere Klassen und sogar Jahrgangsstufen aufgeteilt. Zu unserem Erstaunen lief alles ein wenig anders ab als in Deutschland: Unterrichtsbeginn war um 7:55, Unterrichtsende aber auch schon um 12:55. In dieser Zeit hatten wir jedoch nicht 6 Schulstunden wie bei uns üblich, sondern nur 5. Nach Schulschluss durften wir den Rest des Tages frei gestalten. Einige gingen in einem Einkaufszentrum shoppen, während andere gemeinsam in ein Café gingen und den Nachmittag zusammen verbrachten.

Blick vom AmphitheaterLamberti-Turm

Am Samstag fuhren wir nach Verona. Bei einer Stadtführung besichtigten wir unter anderem das Amphitheater und das Haus von Julia, bzw. den Balkon aus der Tragödie von William Shakespeare. Danach waren wir auf dem Torre dei Lamberti, von dem wir einen wunderbaren Blick über die ganze Stadt hatten. Die vier Deutschen, die die 365 Stufen zu Fuß – also „a piedi“ – hinauf stiegen, hatten noch ein ganz besonderes Andenken: Muskelkater! Danach war bis zum Abend Freizeit, in der wir shoppen gingen und uns dann an der Etsch ausruhten. Nach diesem etwas anstrengenderem Tag fuhren wir alle nach Hause zurück, wo wir uns aber auch nicht lange aufhielten, denn am Abend trafen wir uns alle in einem Restaurant zum Pizza-Essen. Dort mussten  wir uns teilweise die Speisekarte übersetzen lassen, was sehr lustig war. Danach ging’s zu unser aller Erstaunen nach Villafranca zum Karneval, der dort nachgeholt wurde. Ähnlich wie bei uns beim Faschingszug, sind Wägen mit lauter Musik durch die Straßen gezogen.

GardaseeSirmioneSonntag war unser freier Tag, an dem wir mit unseren Familien Ausflüge unternehmen konnten. Viele fuhren an den Gardasee, und verbrachten dort den Tag mit anderen Klassenkameraden. Da es Ende März schon 25 °C hatte, waren fast alle Eis essen. Manche gingen sogar – teils freiwillig, teils unfreiwillig – bis zu den Knien in den „Lago di Garda“. Am Abend trafen sich einige Familien zum Essen oder machten gemeinsam etwas anderes.

 

Santa Maria SaluteMarkusturmGondelnFür Montag war unser Venedigausflug angesetzt. Wir trafen uns früh an der Schule und sind dann etwa zwei Stunden mit einem Bus in die „Stadt der Liebe“ gefahren. Dort haben wir eine kleine Schnitzeljagd gemacht, damit wir die Stadt mit den vielen Kanälen und kleinen, verirrenden Gassen besser kennenlernen. Danach konnten wir die nächste Stunde frei nutzen, in der wir Souvenirs und Anderes kaufen konnten. Bevor uns die Fähre wieder über den „Canale Grande“ zum Busparkplatz brachte, besichtigten wir noch die Basilika am Markusplatz. Am Abend feierten alle ausgiebig den letzten gemeinsamen Tag in Italien in einer Bar.

Einer der KanäleIm Amphitheater von Verona

Am Dienstag hieß es leider Abschied nehmen nach einer tollen, sonnigen Woche in „Bella Italia“. Um zehn Uhr trafen wir uns mit unseren Lehrern am Bahnhof von Villafranca. Dort wurden noch Fotos gemacht und jeder umarmt. Da wir viele neue Freunde und bleibende Eindrücke gewonnen haben, viel uns der Abschied besonders schwer und einige konnten die Tränen nicht mehr zurück halten. Aber zum Glück kommen unsere Austauchpartner ja vom 27.05. – 03.06.14 zu uns nach Würzburg. Schließlich ging es dann mit dem Zug wieder über Verona und München zurück nach Würzburg in unsere Heimat.

Text und Bilder:

Nina Then und Stefanie Scharff, 10c

© RGW