Mit „Deutsch wie Döner“ ins Maximilianeum

Die Vertreter von Röntgenfilm an der Auffahrt zum Maximilianeum

Röntgenfilm beim DOK.fest München geehrt

Das internationale Dokumentarfilm-Festival DOK.fest in München ist eines der renommiertesten seiner Art in Europa. In der Sparte DOK.education kommen hier auch Nachwuchsfilmer bis zum Zuge, die (noch) nicht im Profibereich arbeiten. Die Konkurrenz für den Wettbewerb mit dem Motto „das andere sehen“ ist aber auch hier beträchtlich. Immerhin gehen u.a. Abschlussfilme aus diversen Medienhochschulen an den Start.

Umso erfreulicher, dass ein Film der Filmgruppe des Röntgen-Gymnasiums, kurz Röntgenfilm, hier jüngst mit einer Auszeichnung geehrt wurde. Der Beitrag „Deutsch wie Döner“ befasst sich eher spielerisch mit dem Thema der deutschen Leitkultur und zeigt, wie international unsere Art zu leben seit jeher ist. Der Jury hat dabei besonders gefallen mit welchen abwechslungsreichen filmischen Mitteln gearbeitet wurde. Neben Archivmaterial und Realaufnahmen kamen nämlich auch gespielte Sequenzen sowie aufwendige Trickfilmpassagen zum Einsatz.

Der mit 300,- Euro dotierte Sonderpreis, den der BLLV, also der Bayerische Lehrerinnen- und Lehrerverband gesponsert hat, wurde am Wochenende im Rahmen eines Festaktes im Münchner Maximilianeum überreicht.

 

 

 

 

 

 

 

Auszeichnung von „Röntgenfilm“ in der Filmhochschule München

Tolle Kulisse für hohe Auszeichnung: Das Kernteam des Kurzfilmes "Raum 307" vor der Hochschule für Fernsehen und Film in München.
Tolle Kulisse für hohe Auszeichnung: Das Kernteam des Kurzfilmes "Raum 307" vor der Hochschule für Fernsehen und Film in München.

„FILM INPUT – FILM OUTPUT“ – so der Titel einer Veranstaltung am 4. März an der Münchner „Hochschule für Fernsehen und Film“, kurz HFF. Hierzu waren – neben Prominenz aus den Reihen der Hochschule – die Macher(innen) der Gewinnerfilme der letztjährigen Filmtage der bayerischen Schulen eingeladen. Darunter das Team vom RGW, das den Film „Raum 307“ vertrat. Die durchwegs sehenswerten, fast zwei dutzend Beiträge der Filmtage wurden gemeinsam im voll besetzten hauseigenen Kinosaal angesehen und diskutiert.

Schon im Vorfeld hatten Studierende der HFF vom Studienbereich „Filmkritik“ zusammen mit ihrem Professor, Dr. Bernd Sucher, die Filme gesichtet und drei ihrer Meinung nach besonders gelungene Werke auserkoren.

So konnte sich die Filmgruppe nun über eine Auszeichnung (2. Platz) sozusagen auf allerhöchster Ebene freuen. Es ist bereits die vierte Ehrung für den Film, der sich um ein mysteriöses Klassenzimmer dreht, das in Abwesenheit von Lehrern zur Seite kippt. Einziger „Vermuthstropfen“ bei der jüngsten Ehrung: Die „Röntgenfilmer“ erfuhren per SMS von der Auszeichnung, weil sie zum Zeitpunkt der Preisverleihung bereits den Zug zurück nach Würzburg nehmen mussten.

Die Gewinner dürfen sich über einen Tag mit Blick hinter die Kulissen im Studio des BR in Würzburg freuen.

...und schon wieder eine Auszeichnung!

Röntgenfilm mit der Siegerurkunde vor dem Dachauer Schloss, dem Ort der Preisverleihung
Röntgenfilm mit der Siegerurkunde vor dem Dachauer Schloss, dem Ort der Preisverleihung

Röntgenfilm holt „Gold“ bei bayernweitem Videowettbewerb

Diesmal konnte die Filmgruppe mit einem Film punkten, der bereits 2013 entstanden war und schon im Vorfeld manche Auszeichnung einheimsen konnte: „Ziemlich von der Rolle“ zeigt auf amüsante Weise Rollenklischees von Jungs und Mädchen, indem diese Rollen umgekehrt werden. Und genau das war eher zufällig das Thema des Videowettbewerbes „Rollenbrecher“, den zu Ende des letzten Schuljahres das bayerische Ministerium für Familie und Soziales ausgerichtet hatte.

Die Preisverleihung fand nun Mitte November im Festsaal des Dachauer Schlosses in einem feierlichen Rahmen statt, zu dem die jungen Filmemacher(innen) der eingereichten 43 Streifen - insgesamt rund 500 Schülerinnen und Schüler aus dem ganzen Freistaat - eingeladen waren.

Dass nicht wie angekündigt Staatsministerin Emilia Müller anwesend sein konnte tat der Stimmung keinen Abbruch.

Erst hier im Saal wurden in einer spannenden Anmoderierung die Sieger bekanntgegeben. Nach der Benennung des dritten und des zweiten Siegers des Jurypreises war die Freude der kleinen Belegschaft aus dem RGW groß, schließlich sogar den ersten Platz sowie die Siegprämie von 600,- Euro zuerkannt zu bekommen.

H. Pfingstl, Filmgruppen-Betreuer

Weitere Auszeichnung für aktuellen „Röntgenfilm“

Museumsbesucher aus der Zukunft bestaunen ein Exponat aus dem Jahr 2014.
Museumsbesucher aus der Zukunft bestaunen ein Exponat aus dem Jahr 2014.

Nach „Bronze“ bei einem bundesweiten Wettbewerb konnte sich der letzte Film der Filmgruppe mit dem Titel „Willkommen in der Kreidezeit!“ jetzt auch in einem engen Bewerberfeld bei den Filmtagen der bayerischen Schulen bestens behaupten und einen der Förderpreise erringen.

Der Film handelt in ferner Zukunft. Hier besucht eine Schulklasse das neu eröffnete Museum des Jahres 2014 – das ehemalige Röntgen-Gymnasium. Hier erfahren die Museumsbesucher, wie es damals so war, als man z.B. noch mit Kreide auf Wandtafeln schrieb. Das ist allerdings so ziemlich das einig Positive dieser Zeitepoche, denn ansonsten stoßen die Schüler auf eine Unzahl von Umweltsünden unter denen sie als nachfolgende Generation leiden.

Filmisches Schaffen am Röntgen-Gymnasium, kurz: "Röntgenfilm"

Schülerfilme aus dem RGW: Eine Erfolgsgeschichte!

Delegation der Filmgruppe zur Auszeichnung mit Panasonic „Kid Witness News European Award“ in London 2009

Seit der Entstehung einer Filmgruppe im Jahr 1998 hat sich das RGW zu einer der profiliertesten Schulen bei der filmischen Praxisarbeit entwickelt. Dies zeigt sich nicht zuletzt an den ca. drei dutzend Auszeichnungen bei unterschiedlichen Jugendvideofestivals auf Bezirks-, Landes-, Bundes- und sogar auf Europaebene. Darunter allein ein gutes Dutzend Förderpreise auf den Filmtagen der bayerischen Schulen.

Die bislang größten Erfolge waren die Verleihung des „Kid Witness News European Award 2009“, für den Gesamtsieg im Rahmen eines internationalen Videowettbewerbes von Panasonic in der Royal Festival Hall in London;
dazu kommen zwei weitere Auszeichnungen auf Bundesebene bei diesem Wettbewerb.

Ein Erfolg in einem „verwandten“ Bereich war der Bundes-Jugendfotopreis zum Sondethema „Zurück aus der Zukunft“ im Jahr 2000, verliehen durch die Bundesfamilienministerin.

Preisverleihung in der Staatskanzlei durch die Minister(innen) Emilia Müller, Hélène Conway-Mouret und Ludwig Spänle beim Festakt zum 50. Jahrestag des Elysée-Vertrages Januar 2013.Einen weiteren internationalen Erfolg verbuchte „Röntgenfilm“ im Jahr 2012 mit dem Gewinn des europäischen „Yourvid Save Energy Award“.

Als weiteres Highlight ist die Auszeichnung eines Videos im Rahmen des Festaktes zum fünfzigjährigen Jubiläum des Elysée-Vertages in der Bayerischen Staatskanzlei 2013.

Das RGW als Kompetenzzentrum Film

Auf Grund des oben genannten Profiles und einer umfassenden Weiterbildung der beiden Kunst-Lehrkräfte M. Noppenberger und H. Pfingstl zu „Filmlehrern“ an der Akademie für Lehrerfortbildung Dillingen in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Fernsehen und Film München und der Bavaria Film darf sich das RGW offiziell als Kompetenzzentren Film bezeichnen.

Was genau ist „Röntgenfilm“?

Die filmischen Arbeiten entstehen überwiegend im Rahmen einer nachmittäglichen Neigungsgruppe, der Filmgruppe, z.T. aber auch im regulären Kunstunterricht. Eine weiteres Betätigungsfeld sind die Profilkurse „Film und Mediendesign“ in der Oberstufe.

Als übergeordneter Begriff für all diese filmpraktischen Aktivitäten unterschiedlicher Gruppierungen hat sich die Bezeichnung „Röntgenfilm“ etabliert.

Videoinstallation des LK Kunst in der Deutschhauskirche (Nacht der offenen Kirchen 2009) Filmgruppenteilnehmer bei einem Kameraworkshop Bei den Dreharbeiten zum Experimental-Spielfilm „Retro“ 
Filmgruppenmitglieder mit den Requisiten zum Experimentalfilm „Shi*happens“ Konzentration, damit Bild und Ton stimmen! Unterstufenschüler am Tricktisch während der Dreharbeiten zum Animationsfilm „Rauchendes Inferno“

Welche Filme entstehen am RGW?

Wenn von „Film“ gesprochen wird, ist natürlich Digital-Video gemeint. Das Spektrum der Kurzfilme reicht vom Animationsfilm über den Spielfilmbereich bis hin zum Dokumentar- und Experimentalfilm.
Das medienpädagogische Anliegen besteht vor allem darin, Kindern und Jugendlichen das kreative Potenzial filmischen Schaffens jenseits klischeebeladener „Vorbilder“ aus der Medienwelt zu vermitteln. Film versteht sich so als zeitgemäße „Werktechnik“, die dem Fach Kunst nahe steht.

Hubert Pfingstl, Kunst- und Filmlehrer am RGW

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