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„Jugend debattiert“ Streiten – aber konstruktiv!

„Jugend debattiert“ Streiten – aber konstruktiv!

In Zeiten, in der eine gesellschaftliche Polarisierung droht, ist es wichtig, bei Streitfragen nicht vorschnell zu urteilen, sondern die Dimensionen bestimmter Maßnahmen differenziert zu betrachten und zu durchdenken. Auch in diesem Jahr stand der Deutschunterricht der neunten Klassen im ersten Halbjahr wieder ganz im Zeichen der Debatte, einem Format, das genau jenes Anliegen fördern möchte.

Nach mehreren Wochen Vorbereitung, in denen die Schülerinnen und Schüler die nach festen Regeln verlaufende Streitkultur im Unterricht erlernt und interaktiv eingeübt hatten, war es so weit: Aus jeder Klasse stellten sich je zwei Jugendliche der Herausforderung und nahmen am diesjährigen Schulwettbewerb teil. Sie bereiteten sich auf zwei Themen vor, ohne allerdings im Vorfeld zu wissen, für welche Position sie argumentieren sollen.

Schulwettbewerb am 22. Januar 2026

Die Vorrunde beleuchtete das Thema „Sollten Schülerinnen und Schüler ihre Schule selbst putzen?“ im Hinblick auf die Pro- und die Kontra-Seite der Maßnahme. Bereits auf diesem Level wurde deutlich, dass es für beide Standpunkte wichtige Argumente gibt.

Das Finale fand dann vor der gesamten neunten Jahrgangsstufe und der Jury, bestehend aus  Frau Göbel, Frau Jurkowitch, Nina Dorsch, Marlene Kerscher und Emma Schmidt, in der Cafeteria der Schule statt.

Die Schulband umrahmte die Veranstaltung äußerst schwungvoll und sorgte von Beginn an für eine feierliche Stimmung.

Nach kurzen einführenden Worten durch die Schulkoordinatorin Charlotte Deschauer, welche die Bedeutung einer positiven Streitkultur hervorhob und die bisherigen Leistungen aller in der Vorrunde Debattierenden würdigte, wünschte die ehemalige Schulsiegerin Anna Chianese der Finalistin und den drei Finalisten viel Erfolg.

Zina Gramlich (9C), Sten Li (9D), Maksym Shebanov (9B) und Lars Michel (9A) stellten dann gemeinsam unter Beweis, dass man Streit auch als Chance verstehen kann – unter der Voraussetzung, dass man sich darauf einlässt, konstruktiv zu debattieren.  

Dem Publikum wurden die Vor- und Nachteile einer Führerscheinpflicht für E-Scooter in einem sachlich fundierten Schlagabtausch und zugleich von Respekt geprägtem Miteinander aufgezeigt. Unterschiedliche Positionen wurden abgewogen, Argumente geschärft und spontanes Reagieren auf vorherige Beiträge waren gefordert.

Die Jury machte sich die Entscheidung über den Sieg nicht leicht. Wiederum auf höchst unterhaltsame Weise wurde dem gespannt wartenden Publikum die Wartezeit durch weitere Songs der Schulband verkürzt.

Die Rückmeldung durch die Jurorinnen fiel differenziert aus.

Zina Gramlich ergatterte den begehrten ersten Platz. Sie überzeugte die Jury in besonderer Weise durch ihr hohes Abstraktionsniveau und ihre Weitsicht in der Debatte. Sten Li belegte den zweiten Platz, es folgten dann Maksym Shebanov und Lars Michel. Sie alle haben ihr Können eindrucksvoll bewiesen und dem Publikum eine gewinnbringende Debatte geliefert.

Dank der großzügigen Unterstützung durch den Förderverein erhielt das vierköpfige Team Buchpreise und Spiele, welche die vier Finalistinnen des letztjährigen Schulwettbewerbs, Anna Chianese, Hanna Sauer, Nina Dorsch und Emma Schmidt, überreichten.

Die Veranstaltung endete mit dem Dank der Schulkoordinatorin – und natürlich einem feierlichen Song der Schulband!

Die gelungene Veranstaltung wäre ohne den engagierten Einsatz von über 40 (!) debattierenden, jurierenden, musizierenden oder technisch unterstützenden Schülerinnen und Schülern, den jurierenden Lehrkräften, Frau Göbel, Frau Jurkowitsch, Frau Elbert und Frau Krahn, sowie Herrn Fritz als Leiter der Schulband nicht möglich gewesen. Danke an alle, die sich für die gute Sache eingebracht haben!

Regionalwettbewerb am 12.02.2026 in Hösbach

„Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb!“ Wenige Wochen nach dem Schulentscheid traten Zina Gramlich und Maksym Shebanov in Hösbach beim Regionalentscheid Unterfranken-West an. Beide landeten auf respektablen Plätzen in der vorderen Hälfte aller teilnehmenden Schulen und haben das RGW würdig vertreten! Erneut unterstützte der Förderverein das demokratieförderliche Projekt sehr großzügig.

Charlotte Deschauer

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