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Italienisch hautnah: Austauschprojekte begeistern am Röntgen-Gymnasium!

Italienisch hautnah: Austauschprojekte begeistern am Röntgen-Gymnasium!

„La lingua non si studia, si vive!“ – Sprachen lernt man nicht nur durch Vokabelpauken und Grammatikübungen. Man lernt sie im direkten Austausch, im gelebten Alltag und in der persönlichen Begegnung. Italienisch, das am Röntgen-Gymnasium als dritte Fremdsprache ab der achten Klasse angeboten wird, steht genau für diese Lebendigkeit.

Das aktuelle Schuljahr ist geprägt von vielfältigen intensiven Begegnungen mit Jugendlichen aus Italien, die weit über den klassischen Unterricht hinausgehen. Ein Highlight gleich zu Beginn des Schuljahres war der einmonatige Austausch mit dem Liceo Ilaria Alpi in Cesena. Von September bis Oktober hießen wir 11 italienische Gäste am RGW und in Gastfamilien willkommen. Es war eine bereichernde Erfahrung: Der Unterrichtsalltag wurde durch neue Perspektiven bereichert, und auch in den Gastfamilien entstand ein authentischer Austausch. Der Besuch von zwei Abschlussklassen aus Cesena krönte diesen Zeitraum mit einem interkulturellen Projekttag. Hier wurde debattiert: Welche kulinarischen Schätze darf man nicht verpassen? Welche Songs sind ein Muss? Und welches „Must-have“-Vokabular braucht man, um den deutschen bzw. italienischen Alltag zu meistern?

Im Gegenzug durften acht unserer Schülerinnen im November Cesena erleben. Diese Zeit war für sie mehr als nur eine Reise – es war ein persönliches Wachsen und der Beweis, dass die Kommunikation in der Fremdsprache dann ihr volles Potenzial entfalten kann, wenn man sie direkt ausprobieren und im Land anwenden kann.

Anfang März setzten sich diese intensiven Begegnungen fort: 13 Schülerinnen und Schüler von drei Gymnasien aus Cesena bereicherten unseren Schulalltag. Das Programm war facettenreich: Die italienische Gruppe besuchte die italienischsprachige Aufführung von Goldonis „Le smanie della villeggiatura“ der Würzburger Theatergruppe teatro-in-cerca in den Chambinzky Kammerspielen, besuchte die Residenz, die Röntgen-Gedächtnisstätte und das Siebold-Museum und erlebten so vielfältige Facetten der Stadt Würzburg. Im Rahmen des Unterrichts fanden unterschiedliche Projektarbeiten statt. Von den ersten Versuchen authentischer Kommunikation und Smalltalk unserer Achtklässler, über den Vergleich des deutschen Schulsystems mit dem italienischen (Projektergebnisse siehe Foto) und lustige Rollenspiele im schuleigenen Sprachendorf konnten alle Niveaustufen von der Begegnung profitieren. Auch in den Informatikunterricht wurden unsere Gäste im Rahmen eines englischsprachigen Projekts zu Chancen und Risiken von KI in der Schule eingebunden. Neben ein wenig technischem Hintergrundwissen zur Funktionsweise von Large Language Models erlebten die Teilnehmenden auch „halluzinierende“ KI und lernten, wie man durch sorgfältiges Prompting die Ergebnisse der KI-Modelle verbessern kann.

Wenn wir nun bereits in wenigen Tagen unsere Freunde vom Liceo E. Medi in Villafranca bei Verona zu unserem seit Jahren regelmäßig stattfindenden einwöchigen Schüleraustausch auf Gegenseitigkeit begrüßen, schließt sich der Kreis. Italienisch ist bei uns nicht nur Unterrichtsfach – es ist ein Lebensgefühl, das Türen öffnet und Horizonte erweitert.

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