Brezeln und Curry

P- Seminar Indien gestaltet interkulturellen Nachmittag mit Studenten aus Bangalore

Ohne auf irgendeine Weise eingebildet klingen zu wollen, können wir nun sagen: „Es war ein Erfolg!“. In jeglicher Hinsicht gelang uns Schülern des P-Seminars „Indien“ die Organisation dieses unvergesslichen interkulturellen Nachmittages unter dem Motto „We learn from each other".

Alles begann damit, dass wir uns im September als Gruppe unter der Leitung von Frau Pahl zusammenfanden und uns voller Erwartungen miteinander und mit der indischen Kultur vertraut machten, denn wir erhielten von der FHWS den Auftrag, als „Eventagentur“ einen Kennenlernnachmittag mit einer indischen Studentengruppe zu organisieren. Jeder Einzelne von uns war mit einer anderen Motivation zu diesem Seminar gekommen, doch zusammen schafften wir es, uns ein gemeinsames Ziel zu setzen: Viel Spaß und vor allem Interkulturalität! Von einem Teaching zu interkultureller Kompetenz an einem Samstagvormittag im Dezember, bei dem wir u.a. die Bekanntschaft des sympathischen indischen Studenten Joseph machen durften, bis hin zu unseren eigenen Kurzreferaten über die Vielfältigkeit Indiens durchliefen wir einen Lernprozess, der uns alle auf unser Abschlussevent am 26.06.2017 vorbereiteten sollte. Schon im Vorfeld fingen wir an, durch ein Einladungsvideo zu den indischen Studenten, die uns besuchen würden, Kontakt aufzubauen. Von losen Ideen entwickelten sich die organisatorischen Gedanken zu den festen Plänen. Unser Event fing langsam an Form an zu nehmen, auch wenn sich keiner von uns genau vorstellen konnte, was uns erwarten würde. Jeder Einzelne von uns brachte ein bisschen von seiner Persönlichkeit mit in die Planung, und so investierten wir viel Zeit für den Feinschliff unseres Programmes.

Als es dann endlich so weit war, und wir uns alle gemeinsam in der Cafeteria versammelten, um die letzten Aufbauarbeiten zu verrichten, machte sich die Nervosität schleichend breit. Bis zuletzt waren wir doch nicht ganz von der Grandiosität unserer Planung überzeugt. Unsere Projektmanager zogen schließlich los, um die 29 Studenten, die mit dem Reisebus eintrafen, zu empfangen, während der restliche Teil von uns die letzten Kleinigkeiten richtete. Die Offenheit der jungen Inder vereinfachte uns das Ganze, und bei einem kleinen alkoholfreien Willkommensaperitif kamen wir miteinander ins Gespräch, bis unser stellvertretender Schulleiter Herr Binsteiner das Event auch offiziell eröffnete. An die Begrüßung schlossen sich eine Schulhausführung und ein Kennenlernspiel an, bei dem wir über uns und unsere Hobbys berichten sollten, um uns alle besser kennenzulernen und so das erste Eis zu brechen. Eine virtuelle Stadtführung durch Würzburg zeigte den Studenten die wunderbaren Sehenswürdigkeiten unserer Stadt Würzburg. Schließlich erhielten sie noch einen „Event Guide“ mit auf die Hand, um ihre Zeit hier besser nutzen zu können. Dann war der Moment für die große „Competition“ gekommen. Unsere Gäste und wir (außer dem Catering-Team) wurden in gleich große Gruppen geteilt und durchliefen einen Parcours aus Minispielen wie Torwandschießen, diffizilem aber lustigem Eierlaufen und Dosenwerfen, bei denen wir Punkte sammeln konnten, um uns den Sieg zu erkämpfen. Die sportliche und geistige Betätigung förderte den Teamgeist und den Ehrgeiz der einzelnen Gruppen. Und während die Einen spielten, bauten die Anderen das Buffet auf und wandelten so die Cafeteria in einen Speisesaal um.

Nach dem Wettbewerb, der anschließend ausgewertet wurde, konnten alle eine Stärkung gebrauchen, und so kamen sowohl das vegetarische Curry als auch die Weißwürste mit Brezeln sehr gut bei uns und unseren Gästen an und schufen das Gefühl der Verbindung der Kulturen unserer Länder. Es entstanden belebte Gespräche und ein kultureller Austausch bis hin zur Einladung nach Indien. Die Stimmung war großartig. Auch die Siegerehrung war, vor allem für die Sieger, ein weiteres Highlight, und der Hauptpreis wurde jubelnd entgegengenommen und geteilt. Das anschließende Quiz über unsere Heimatländer rief den einen oder anderen Lacher hervor - wir alle amüsierten uns sehr bei der Beantwortung der Fragen. Langsam wurde es aber auch schon Zeit für den selbstgebackenen Kuchen und die Evaluation des gesamten Events durch unsere Gäste, die wir mit Bravour meisterten. Nach einem letzten Gemeinschaftsfoto wurden die Studenten, die gar nicht recht gehen wollten, offiziell verabschiedet.

Wir können nur sagen, dass dieser Nachmittag uns alle einige Erfahrungen weitergebracht hat und wir wirklich viel voneinander gelernt haben. Wir hoffen, dass nicht nur uns dieser Nachmittag in Erinnerung bleiben wird.

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